Die Entwicklung zum Fischereivereins Ermstal e.V. mit Sitz in Dettingen

Aus Liebe zur Natur und der Freude an der Fischwaid wurde der Fischereiverein Metzingen am 02.04.1962 von 18 engagierten Ermstälern gegründet.

Was uns heute als selbstverständlicher Schritt erscheint, muss insbesondere beim katastrophalen ökologischen Zustand der Erms und aufgrund der wenigen befischbaren Gewässern im unteren Ermstal als besonders mutiger Schritt gewertet werden.

Der nächste Schritt hin zu unserem heutigen Verein war die Fusion des Fischereivereins Metzingen mit dem Fischereisportverein Urach. Die mehrheitlichen Beschlüsse bei den jeweiligen Generalversammlungen der beiden Vereine am 14.3. und 19.3.1975 erbrachten die rechtliche Voraussetzung. Der endgültige Zusammenschluß fand anlässlich der gemeinsamen Generalversammlung mit den Wahlen zum neuen Vorstand am 22.4.1975 im Rebstöckle/Neuhausen statt. Der Mitgliederstand 1975 war immerhin schon bei 140 Anglern.

Die ersten Aktivitäten des Vereins waren, Verbesserungen in den Gewässerstrukturen zu erreichen, vor allem auch die Suche nach zusätzlichen Angelgewässern. So kamen unter anderem Pachtstrecken am Neckar hinzu.

Was fehlte, war noch ein gemeinsamer Treffpunkt, eine „Heimstätte“ für den Verein. Nach einem Provisorium in Neuhausen und langer Zeit des Suchens nach einem geeigneten Grundstück hat der Verein im Jahr 2001 in Dettingen/Erms ein Vereinsheim erstellt und seinen Vereinssitz dorthin verlagert. Dies war der Gemeinde Dettingen zu verdanken, die uns Fischer mit offenen Armen in ihre Vereinsfamilie aufgenommen hat. Passgenau zum 40-jährigen Vereinsjubiläum konnte unser „Zanderloch“ eingeweiht werden.

Die Gewässer des Fischereivereins

Zunächst gelang es, die Fischrechte des in einmaliger Lage im Albtrauf eingebetteten Stausee in Glems und dessen Vorstau als Hauptgewässer für den Verein zu erhalten.

Es folgten die Florianseen und in der Folgezeit der Stettertbachsee, der Baggersee Koch in Ristissen und Abschnitte des Neckars bei Neckartaifingen.

Die Erms von Urach bis Bempflingen wurde als Forellengewässer für den Verein gepachtet und hat durch seinen heute hervorragenden Zustand überwiegend einen sich selbst regenerierenden Fischbestand.

Dass war jedoch nicht immer so. Es waren auch die Angeler, die früh und beharrlich auf die massiven Gewässerverschmutzungen unserer Fließgewässern hingewiesen haben.

So konnte in den über 40 Jahren unseres Vereinsgeschehens eine ansehnliche Verbesserung der Gewässerqualität erreicht werden – wobei die massiven Bemühungen und umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit der Gründergeneration unseres Vereins einen maßgeblichen Beitrag geleistet haben.

Kooperation mit Vereinen und Verbänden

Da wir unsere gemeinnützigen Ziele nicht isoliert voneinander erreichen können, kooperiert der Fischereiverein mit allen umliegenden Fischereivereinen und engagiert sich aktiv im Landesfischereiverband Südwürttemberg-Hohenzollern. Über das Fortbildungsangebot des Landesfischereiverbandes werden die Vereinsmitglieder für ihre Vereinsaufgaben qualifiziert.

Unter Beteiligung aller Fischeirechtsinhaber von Tübingen bis Neckartaifingen wurde am 6. Juli 2000 mit Starthilfe des Regierungspräsidiums Tübingen – Schirmherrschaft Regierungspräsident Wicker -  die Interessengemeinschaft-Neckar (IG-Neckar) mit dem Ziel gegründet, eine nachhaltige umweltschonende Bewirtschaftung des Neckars unter Berücksichtigung breiter ökologischer Interessen zu betreiben.

Der Fischereiverein Ermstal e.V. hat sich hier von Anfang  an beteiligt und diesen Prozess aktiv unterstützt.