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Bezirksjugendlager 2017 

 

Bericht für die Verbandszeitschrift „Fischerei in Baden Württemberg“

Das Jugendlager des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg im Bezirk Südwürttemberg im fand in diesem Jahr in Rißtissen (Alb-Donau-Kreis) vom 15.06.- 18.06.2017 statt.

Der Fischereiverein Ermstal e.V., als ausrichtender Verein, hatte uns an sein Pachtgewässer Baggersee Koch eingeladen und der Sportverein Rißtissen stellte uns freundlicherweise einen Teil des Sportplatzes als Lagerplatz sowie seine Sanitäreinrichtungen zur Verfügung.

So reisten an Fronleichnam am Nachmittag insgesamt 8 Vereine aus dem Bezirk Südwürttemberg mit insgesamt 60 Jugendlichen und 40 Betreuern an. Teilnehmende Vereine waren der FV Kiebingen, der FV Wangen, der FV Laupheim, der FV Schwendi, der SFV Kirchberg, der KSFV Biberach und der KFV Freudenstadt.

Der ausrichtende FV Ermstal war aus organisatorischen Gründen bereits einen Tag früher angereist.

Von den Vereinen wurden zunächst ihre Vereinszelte und dann gemeinsam das große Hauptzelt aufgestellt. Danach erfolgte die Anmeldung sowie die Einteilung der Vereine in den organisatorischen Lagerablauf, d.h. die Jugendlichen werden in die Reinigungsdienste wie Gemeinschaftszelt, Waschplatz und WC mit eingebunden.   

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Für die Verpflegung der gesamten Teilnehmer war, wie seit vielen Jahren bestens bewährt, dass Küchenteam um Christian Ege zuständig.

Nach dem gemeinsamen Abendessen erfolgte die offizielle Begrüßung durch das Kompetenzteam Jugend des Bezirks Südwürttemberg Bernhard Scherer, Matthias Straub, Wolfgang Weiblen, Erwin Schädler und Uli Junghans.

Nach der Begrüßung durften die Jugendlichen mit ihren Betreuern im Baggersee Koch bis um 24:00 Uhr angeln.

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Am Freitagmorgen, nach dem Frühstück, sollten die Jugendlichen in ihren Vereinsgruppen verschiedene Aufgaben absolvieren. Dies wird als Wettkampf organisiert und dient der Ermittlung der Vereins- und Einzelwertung. Wichtig dabei ist, den Jugendlichen neben der Angelfischerei, ein breites fundiertes Fachwissen, auch in Bezug der Tier- und Pflanzenkunde, des Spektrums Gewässer zu vermitteln.

Einige Vereine wie der FV Wangen und der SFV Kirchberg sind aufgrund ihrer hohen Gruppen-Teilnehmerzahl, von bis über 10 Jugendlichen, in zwei Gruppen aufgeteilt worden.  

Im angrenzenden Gelände, im Bereich der Baggerseen, wurde ein Parcours mit insgesamt 30 vorkommenden Pflanzenarten aus Bäumen, Sträuchern, krautigen Pflanzen sowie Gräsern auf einer Länge von ca. 600 Metern abgesteckt. Hierbei sollen die Jugendlichen in ihren Vereinsgruppen, ohne Betreuer, die Pflanzen mittels Bestimmungsbücher erkennen und aufschreiben. An einem begrenzten Abschnitt des Seeufers sollen die Jugendlichen eine Biotopkartierung erstellen, d.h. alle Strukturen des Geländes müssen visuell erfasst und maßstabsgetreu aufgezeichnet werden. Zusätzlich hatten die Jugendlichen die Aufgaben, eine biologische Gewässergüte und den Korpulenzfaktor einer vorgegebenen Fischart zu berechnen. Bei allen Aufgaben waren die Jugendlichen ganz auf sich alleine gestellt, sie wurden lediglich von den Mitgliedern des Kompetenzteams gecoacht. Alle diese Aufgaben waren innerhalb des vorgegeben Zeitraums von 4 Stunden zu leisten.

Am Nachmittag und Abend stand wieder freies Angeln auf dem Programm.

Das Wetter hatte es bis dahin gut mit uns gemeint. Es war sehr heiß, aber die aufziehenden Gewitter trieben an uns vorbei.

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Am Samstagvormittag mussten sich die Jugendlichen in weiteren Wettkämpfen messen. Für alle Jugendlichen war Casting angesagt, 10 Würfe auf die Arenbergscheibe für jeden einzelnen. Parallel musste dann jeder jugendliche Teilnehmer insgesamt 10 Tierarten wie Fische, Krebse, Muscheln, Vögel und Säugetiere in einer vorgegebenen, gestoppten Zeit von 2,5 Minuten richtig benennen.

Weitere 10 Arten von im und am Wasser lebenden Insekten wurden von jedem einzelnen ebenfalls in 2,5 Minuten anhand von detailgenauen Bildern und Präparaten abgefragt.

Der eng gesetzte zeitliche Ablauf der drei Wettbewerbe, in Vereinsgruppen, stellten die Betreuer und das Kompetenzteam vor eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.

Aber die hervorragende Disziplin der Jugendlichen gepaart mit dem „absoluten Wettbewerbswillen“ machte es für die Organisation sehr einfach.

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Bis zum Mittagessen waren die Wettkämpfe erfolgreich abgeschlossen und so konnte am Nachmittag und Abend wieder geangelt werden. Am Samstag freute sich das Kompetenzteam über den Besuch von Karin Nowak vom Landesfischerverband, von der Außenstelle in Sigmaringen. Ein immer wieder gern gesehener Gast in unseren Reihen.

Für das Kompetenzteam ging dann die Arbeit richtig los. Alle Gruppenwettbewerbe, wie Parcours, die Kartierung und Berechnungen sowie die Einzelwettbewerbe wie das Casting und die Tiererkennungen mussten ausgewertet  werden. Dies erfolgte in langjährig bewährter und kollegialer Weise, so dass am Abend bereits die Wertung feststand. Das sollte aber bis zum nächsten Tag, bis zur Siegerehrung am Sonntagnachmittag, ein Geheimnis bleiben.

Am Sonntag früh konnte wieder ab 4:20 Uhr geangelt werden. Nach dem Frühstück war dann allgemeines abbauen angesagt. Bis um 12:00 Uhr war der Zeltplatz geräumt, so dass pünktlich nach dem Mittagessen mit der Siegerehrung begonnen werden konnte.

Bei den Jugendlichen und auch bei den Betreuern war die Spannung kaum auszuhalten.

Zuerst erfolgte aber noch die Abschluss- und Dankesrede an die Gastgeber durch das Kompetenzteam. Dann ging es endlich los mit der Vereinswertung:

Der FV Ermstal siegte mit 362 Punkten, knapp vor dem letztjährigen Gewinner, dem FV Kiebingen mit 359 Punkten. Auf dem dritten Platz behauptete sich der FV Wangen Gruppe 1 mit 341 Punkten. Damit konnte der FV Ermstal in diesem Jahr den Wanderpokal in Empfang nehmen. 

In der Einzelwertung der Erste war Nicolas Heim vom FV Wangen mit 420,40 Punkten. Den zweiten Platz konnte sich Jan Wellhäuser vom FV Kiebingen mit 391,80 Punkten erkämpfen und drittplatzierter war Maxi Müller, ebenfalls FV Kiebingen, mit 379,80 Punkten. Sie alle durften sich über einen Pokal und einen Sachpreis freuen.

Der Mädchenpokal ging an Manuela Welser vom KSFV Biberach. Auch alle übrigen Teilnehmer erfreuten sich über einen Sachpreis für ihre erfolgreiche Teilnahme.

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Das Angeln kam natürlich nicht zu kurz. Von den Jugendlichen und Betreuern wurden über die 4 Tage insgesamt 49 Fische wie Karpfen, Hecht, Rotaugen und Rotfedern mit einem Gesamtgewicht von 13,00 kg gefangen. Der größte gefangene Fisch war ein Spiegelkarpfen mit 3.000 Gramm.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Bezirksjugendlager 2017 in Rißtissen hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Die einzelnen Gruppen bzw. Vereine harmonierten untereinander hervorragend. Auffallend war auch das außergewöhnliche Engagement der Jugendlichen bei den anspruchsvollen Wettbewerben. Ein großes Lob hier auch an die Jugendleiter und Betreuer aus den Vereinen, die den Jugendlichen das erforderliche Wissen und die hervorragenden Kenntnisse in ihrer engagierten und ehrenamtlichen Jugendarbeit vermitteln. Und es hat sich wieder gezeigt: Gute Jugendarbeit ist halt auch mehr als nur angeln.

Wir freuen uns schon alle auf das Bezirksjugendlager 2018

Für das Kompetenzteam Jugend Bezirk Südwürttemberg

Uli Junghans 

 

Programm Bezirksjugendlager